Sprenge die Ketten des Papiers!

Gerade wenn Projekte realisiert werden sollen, stoßen wir heute schnell an Grenzen, weil Papier und Stift, Schere und Kleber eben nicht das ermöglichen, was wir aus der digitalen Welt längst gewohnt sind: Bilder kann man ausdrucken und aufkleben, aber am Abspielen von Audio- und Videodateien scheitert jedes noch so liebevoll gebastelte Plakat.

Blogs dagegen ermöglichen die Arbeit mit dem Medienverbund in einer beträchtlichen Bandbreite, denn Bilder, Videos und Audios können ebenso wie Online-Quellen direkt in den Beitrag eingebunden oder der Übersichtlichkeit wegen verlinkt werden.

Digitales Lernen 1

Arbeiten die SuS mit dem Texteditor, dann wird nicht nur das Überarbeiten ihres Beitrags vereinfacht, sondern sie können auch die Grenzen, die ihnen durch das Heft oft auferlegt werden, überschreiten und mit Medien arbeiten, die ihnen eine ganzheitliche Darstellung oder die Illustration ihres Standpunktes ermöglichen.

Arbeitsergebnisse müssen so nicht mehr länger in Textform festgehalten werden – die ewigen Fließtexte und Stichpunktlisten werden ja auch irgendwann langweilig, oder? 😉 Lass sie doch stattdessen experimentieren und sei immer nur einen Klick auf den (von ihnen an der richtigen Stelle einfügten) Link entfernt von ihren Ergebnissen. Wie wäre es mit

  • einer Mindmap, z.B. mit Coggle erstellt
  • selbstgedrehten Audios/ Videos, z.B. auf Vimeo hochgeladen
  • einer Prezi (eine online-Präsentationstool) zum Thema?
  • … es gibt so viele Möglichkeiten! Einen Eindruck davon vermittelt diese Liste mit Tools für den Unterricht von @aliciabankhofer, auf denen sich auch viele finden lassen, deren Ergebnisse gespeichert und via Link geteilt werden können
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Lass SuS Beiträge erstellen

Der Vorteil eines Blogs ist es, dass der Administrator des Blogs nicht der alleinige Autor sein muss, vielmehr ist es eine tolle Plattform, um gemeinsam Inhalte zu erstellen und zu teilen. Unter dem Menüpunkt „Personen“ können weitere Redakteure dazu eingeladen werden, sich an der Arbeit mit dem Blog zu beteiligen. Dabei muss man die Kontrolle über den Blog nicht aus der Hand geben, sondern kann den Mitarbeitern „untergeordnete“ Rollen zuweisen, die ihnen das Erstellen von Inhalten ermöglichen, aber nicht erlauben, Einstellungen zu verändern oder gar den Blog zu löschen.

Auf dieser Support-Seite erfährst du mehr über die einzelnen Rollen – ich würde für SuS, gerade wenn sie noch jünger sind, die Autorenrolle (evtl. auch Mitarbeiter/ Contributor) empfehlen.

Aber auch ein Redakteur/ Editor-Account, den einzelne SuS bei Gelegenheit nutzen können, wäre eine Möglichkeit, ihnen Verantwortung für dieses Projekt zu übertragen und sie an den administrativen Aufgaben zu beteiligen.

Teile Aufgaben mit den SuS

Ein Blog ist eine einfache Möglichkeit, auch kompliziertere oder umfangreichere Aufgabenstellungen mit den SuS zu teilen. In einem Hausaufgabenheft ist oft nicht viel Platz für ein einzelnes Fach und im Unterricht wird es schnell unübersichtlich, wenn ein längerer Arbeitsauftrag gezeigt wird, an dem die SuS einzeln oder in Kleingruppen in ihrem eigenen Tempo arbeiten sollen.

Der Blog ermöglicht dir über das Teilen des Textes hinaus, Links zu Materialien zu erstellen oder Grundstrukturen für die Anfertigung der Aufgaben als Dokumente zu teilen:

  • Bilder und Dokumente kannst du direkt auf wordpress.com hochladen und sie so den SuS zur Verfügung stellen
  • größere Inhalte kannst du in ein Cloudsystem wie Dropbox oder GoogleDrive hochladen, Videos auch auf Youtube oder Vimeo (ermöglicht auch in der Basisversion den Schutz eigener Videos mittels Passwort)